Mike Petzold mit FlühMühKüh

Mike Petzold (Jahrgang 1966) ist gelernter Kraftfahrzeugschlosser, arbeitet aber seit 1993 als Berufsfeuerwehrmann in Dresden. Das Schreiben ist eines seiner zahlreichen Hobbys. Nach einigen Kurzgeschichten entstand 2013 aus den "Reisebüchern eines Plüschmaskottchens" das Buch "FlühMühKüh - Die Geschichte eines kleinen Entdeckers", in dem über die Abenteuer einer auf geheimnisvolle Weise zum Leben erweckten Plüschkuh - dem FlühMühKüh - erzählt wird. Eigentlich für Kinder ab ca. 10 Jahren gedacht, wurden die Erlebnisse der plüschigen Hauptfigur inzwischen auch von Erwachsenen aller Generationen mit viel Vergnügen gelesen. Die Fortsetzung, "FlühMühKüh - Die Suche nach dem Pecore Marrone", ist nun im Januar 2016 erschienen.

Mike Petzold lebt in Glashütte in Sachsen, ist verheiratet und hat eine erwachsene Tochter.


Der Autor ...

FlühMühKüh

- zeigte sich beim Erstellen dieser Seite hinsichtlich der Auskünfte über sich und die Entstehung der Bücher recht

störrisch und gab nur widerwillig ein paar dürftige Details preis. Daher sahen wir uns genötigt, das FlühMühKüh ein

wenig über seinen "Erfinder" und dessen Machwerke in Form eines Interviews auszufragen, welches dieser Bitte

auch gerne nachkam.

 

Frage: FlühMühKüh, was ist das eigentlich für ein Typ, der deine Erlebnisse zu Papier gebracht hat?

 

Antwort: Ein vielseitig interessierter Berufsfeuerwehrmann und Hobbyschreiberling mit reichlich Fantasie und einem manchmal überaus spitzfindigen Humor. Ein sehr Erwachsener, der aber in seinem Inneren auch noch sehr Kind geblieben ist. Sonst hätte er sicherlich nicht die beiden Bücher über mich und meine Abenteuer schreiben können.

 

Frage: Da sind wir ja schon beim nächsten Thema: Was ist denn nun alles an dir und deiner Geschichte wahr und was ist, sagen wir, frei erfunden?

 

Antwort: Da ich hier sitze und Ihnen diese Fragen beantworten kann, dürfte es ja klar sein, dass es mich auch wirklich gibt. Und meine Erlebnisse? In allen Geschichten ist meistens etwas Wahres enthalten. Warum also soll ich als außergewöhnliches Plüschwesen nicht auch außergewöhnliche Dinge erlebt haben?

 

Frage: Wer liest überhaupt die Bücher über dich und deine Abenteuer? Doch nur Kinder, oder?

 

Antwort: Nicht nur. Und wieso eigentlich "nur Kinder"? Den jungen Lesern kann man nämlich nichts vormachen. Die sind sehr kritisch und sagen auch, wenn ihnen etwas nicht gefällt. Wenn z.B. eine Schulklasse bei einer Lesung uns eine halbe Stunde gespannt zuhört - ich war übrigens bisher bei jeder Lesung selbst anwesend - , scheint die Geschichte durchaus anzukommen.

Gedacht war das Ganze aber ursprünglich tatsächlich für Kinder ab ca. 10 Jahre. Dann stellte sich jedoch schnell heraus, dass den Eltern und Großeltern die Story auch gefiel. Vielleicht gibt es eben doch noch genügend Erwachsene, die sich ein wenig kindliche Fantasie und den Spaß am Lesen solcher Bücher bewahren konnten. Denn wie sagte schon Erich Kästner?

"Nur wer erwachsen wird und Kind bleibt, ist ein Mensch."

 

Frage: Zuerst gab es da einige von dir verfasste Reisebücher ...

 

Antwort: Genau, die "Reisebücher eines Plüschmaskottchens". Dort habe ich meine Eindrücke von unseren Urlauben und Ausflügen festgehalten. Ich als Plüschwesen sehe die Dinge ja manchmal aus einer völlig anderen Sicht als der Rest der Reisegruppe. Der Autor nahm diese Reisebücher dann als Vorlage für die beiden FlühMühKüh - Bücher.

 

Frage: Er hat also einfach nur bei dir abgeschrieben? Ein dreister Ideenklau?

 

Antwort: Keinesfalls. Wir haben uns vielmehr gegenseitig inspiriert bzw. ergänzt.

 

Frage: Was treibt dein Erfinder, äh, der Autor denn noch so, wenn er nicht gerade rettet, löscht, schreibt, urlaubt, ausflügt ...

 

Antwort: Er schraubt auch viel an unserem alten Opel herum. Der ist Baujahr 1960 und damit noch sechs Jahre älter als er selbst. Das muss wohl an seinem früheren Beruf liegen - Autoschlosser. Und mit dem Opel machen wir dann wieder interessante Ausflüge. Oder er bastelt an der Modelleisenbahn herum. Oder ...

 

Eine letzte Frage, FlühMühKüh: Im zweiten Buch taucht ein weiteres Plüschwesen mit dem seltsamen Namen Pecore Marrone auf. Was bedeutet dieser Name und existiert diese Gestalt etwa auch in Wirklichkeit?

 

Antwort: Ich habe versprochen, nicht zu viel über den Inhalt zu verraten. Sonst ist die ganze Spannung hinüber und der Leser weiß schon vorher alles. Aber einen kleinen Hinweis möchte ich geben: Der Name meines hier neben mir sitzenden Artgenossen mit der grünen Pelzkappe kommt aus dem Italienischen und bedeutet ...

 

Danke für das interessante Gespräch!